Bericht zum Vorbereitungstreffen am 08.05.2026 in der Aula des Lessing-Gymnasiums
Zu Beginn des Treffens haben wir uns gegenseitig vorgestellt und unsere Namen genannt. Außerdem haben wir darüber gesprochen, welche Bedeutung unsere Namen haben und woher sie stammen.
Wir hatten den Auftrag einen Gegenstand mitzubringen, der etwas über die Geschichte unserer Familie erzählt. Diese haben wir uns anschließend in Kleingruppen vorgestellt und gemeinsam darüber gesprochen, welche Bedeutung sie haben und wofür sie stehen können.
Die spannendsten Geschichten wurden in der großen Gruppe vorgestellt. Fast alle Geschichten hatten mit der Zeit des zweiten Weltkriegs zu tun. Ein Schüler berichtete ausgehend von seiner Familienchronik über einen Vorfahren, der an der Entwicklung der Atombombe mitgewirkt hat, ein anderer Schüler zeigte Fotos seiner Großeltern, die in Auschwitz inhaftiert waren, ein weiterer die NS-Abzeichen seines Urgroßvaters. Es wurde deutlich, dass in unserer Gruppe sehr verschiedene Familiengeschichten und Perspektiven mit Blick auf den Holocaust vorhanden sind und es war sehr spannend, diese Geschichten zu teilen.
Im Anschluss haben wir zusammen einen kurzen Film angesehen, indem wir die Geschichte von Margot Friedländer kennenlernten, die sich als junge Frau während der NS-Zeit in Berlin versteckt hat, nachdem ihre Mutter und ihr Bruder nach Auschwitz deportiert und ermordet wurden. Sie überlebte trotz Verrat und Deportation nach Theresienstadt und war eine sehr bekannte Zeitzeugin.
Im Anschluss daran bearbeiteten wir Aufgaben zu jüdischen Familien in Europa und sammelten Informationen über ihr Leben und ihre Geschichte. Außerdem erstellten wir einen Zeitstrahl zu den Familien, um wichtige Ereignisse ihres Lebens besser nachvollziehen und in Bezug auf zentrale historische Ereignisse wie die Wannsee-Konferenz einordnen zu können. Dabei erfuhren wir viel über ihre Lebensgeschichten, Erfahrungen und Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus und die Verfolgung und Diskriminierung aus Sicht der jüdischen Familien, von denen nur wenigen Personen überlebten.
Zum Schluss haben wir noch über unsere Erwartungen und Befürchtungen gesprochen, organisatorische Fragen geklärt und die Reflexionsteams für die Fahrt gebildet. Bei diesem Vorbereitungstreffen konnten wir uns als Gruppe aus vier verschiedenen Klassenstufen besser kennenlernen und wurden inhaltlich gut vorbereitet. Die Atmosphäre war sehr angenehm und interessiert.
von Sahin (ergänzt von Frau Nowak)