Ethik/Philosophie

Lessing-Schüler beim Pogromgedenken am 9. November 2012

Progrom09112012a"Vergessen verlängert das Exil. Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung."

Auch dieses Jahr waren wieder ungefähr 50 Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums entscheidend am Gedenkakt des judenfeindlichen Pogroms von 1938  vor dem Jüdischen Krankenhaus beteiligt. Herr Dirks hatte mit den zuständigen Stellen des Bezirks Mitte und des Jüdischen Krankenhauses  den Gedenkakt vorbereitet und war mit seinen PW-Leistungskursschülern anwesend. Der Beitrag der Lessing-Schüler wurde durch zwei jiddische Lieder der Klasse 10a und 10b, dirigiert von Herrn Carl und begleitet von Herrn Gniewoß, eingerahmt. Drei Schülerinnen des PW-Kurses  trugen eindrucksvolle Texte (von Hans Sahl,  Elie Wiesel und Marian Turski) vor, die die „Zuständigkeit“ der heutigen Generation angesichts des Todes vieler Zeitzeugen und Überlebender des Holocaust betonten, um die Erinnerung wachzuhalten.

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„Typisch“ - Klischees von Juden und Anderen

Am Freitag war unsere Klasse 9c mit Frau Kusmin zu Gast im Jüdischen Museum. Wir haben an einem interessanten Workshop teilgenommen: „Typisch“ - Klischees von Juden und Anderen. Zwei nette Workshopleiter teilten unsere Klasse in mehrere kleine Gruppen auf. Wir beschäftigten uns mit den Begriffen: Klischee, Stereotyp und Vorurteil. Jede Gruppe sollte danach für sie gängige Vorurteile aufschreiben.

Wir staunten nicht schlecht, was dabei alles herauskam. Dann sahen wir uns die Ausstellung an. Jede Gruppe musste drei verschiedene Exponate begutachten und kleine Vorträge dazu halten. Wir fanden Exponate aus verschiedenen Kulturen vor, die alle teilweise offen, teilweise versteckt Vorurteile - teils banal - teils sehr gemein - darstellten. Mit Erstaunen stellten wir fest, dass Vorurteile in jeder Kultur vorkommen, dass Menschen dadurch ausgegrenzt, diskriminiert werden können. So etwas sollten wir nicht zulassen, denn jeder kann betroffen sein, egal welcher Nationalität oder welchen Glaubens er ist. (Kl. 9c)

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Ankündigung Ethik/Philosophie-Forum

Bald ist es soweit! Am 31. Oktober findet um 15.00 Uhr in der Aula eine Veranstaltung für interessierte SchülerInnen (ab Klasse 9), Kollegen, Kolleginnen und Eltern statt. In Fortsetzung unserer Forenreihe "Religionsvertreter bei uns zu Gast" können wir nun in Kürze einen Vertreter der islamischen Religion, Herrn Kesici von der islamischen Föderation begrüßen. Wie sich bei den vorigen Veranstaltungen mit Herrn Bischof Dr. Huber von der EKD und Herrn Kardinal Sterzynski vom Bischöflichen Ordinariat zeigte, war das Interesse der Anwesenden groß, etwas über die Wertevorstellungen der jeweiligen christlichen Kirchen zu erfahren. Aus diesem Grunde bleiben wir auch bei den "Werten" und stellen unser Forum unter das Thema: "Welche Werte vertritt der Islam?". Gerade, weil das Thema auch in der politischen Diskussion ist und wir an unserem Gymnasium Vertreter der verschiedensten Glaubensrichtungen haben - so auch viele Muslime - ist es für uns wichtig, eine solche Veranstaltung zu organisieren, weil es letztlich auch um die Frage geht :"Wie leben Menschen verschiedener Nationalitäten und Glaubens friedlich und tolerant miteinander?".

Wir hoffen auf interessierte, engagierte TeilnehmerInnen. (Kus)

Trialog der Kulturen – „Menschenrechte im interkulturellen und interreligiösen Dialog

Freitag Nachmittag im großen Mensaraum der Emil-Fischer-Schule in Reinickendorf. An einem stürmischen 29.02.2008 treffen sich rund 60 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Vertreter der Herbert-Quandt-Stiftung zum Markt der Möglichkeiten. Sechs sehr unterschiedliche Berliner Schulen in staatlicher und privater Trägerschaft stellen ihre Projekte im Rahmen des Schulenwettbewerbs „Trialog der Kulturen“ vor.  Unsere Schule beteiligte sich in diesem Jahr erstmals mit einem Unterrichtsprojekt für die Lerngruppen des Faches Philosophie in der Oberstufe zum Thema „Menschenrechte im interkulturellen und interreligiösen Dialog“. Frau Schierhorn und Herr Dr. Hassan haben mit ihren Philosophie-Schülern in den letzten acht Wochen das Projekt durchgeführt und werden ihre Bemühungen bis zum Schuljahresende darauf konzentrieren, für eine Kommunikation der Ergebnisse in der Schulöffentlichkeit zu sorgen, um so den Trialog-Gedanken zu stärken und mit unserem Schulprogramm zu verbinden.

 

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Trialog der Kulturen

Das Lessing-Gymnasium tritt in den „Trialog der Kulturen“ ein.

Das Unterrichtsprojekt im Philosophie-Unterricht wird von der Herbert-Quandt-Stiftung gefördert.

In diesem Jahr wird der Philosophie-Unterricht ganz unter dem Motto „Was glaubst du denn?“ des Wettbewerbs „Trialog der Kulturen – Europäische Identität und kultureller Pluralismus“ stehen, den die Herbert-Quandt-Stiftung nun schon zum dritten Mal durchführt. Unsere Schule hat sich mit dem Projekt „Menschenrechte als gemeinsamer Bezugspunkt der Kulturen und Religionen“ qualifiziert und kann mit einer finanziellen Förderung von 3500 € rechnen.

Schülerinnen und Schüler aus den Philosophie-Lerngruppen sollen das Projekt-Thema eigenständig und zugleich begleitet durch Lehrkräfte und die Stiftung erarbeiten und abschließend ihre Ergebnisse der Schulöffentlichkeit präsentieren. Philosophische Texte, Gespräche mit Experten und Beiträge aus den Medien bilden das Material, anhand dessen die komplexe Thematik erarbeitet werden soll. Diese Projektarbeit stellt hohe Anforderungen an die Team- und Kommunikationsfähigkeit, soll aber zugleich auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und den gegenseitigen Respekt stärken.

Brisante Fragen wie „Sind Menschenrechte relativierbar?“ oder „Wie weit kann Toleranz bei Konflikten zwischen Kulturen reichen?“ werden die Schülerinnen und Schüler intensiv beschäftigen. Wie immer, wenn man an einem Wettbewerb teilnimmt, möchte man gewinnen. Prämien im Gesamtwert von 75000 € werden an die erfolgreichsten Wettbewerbern vergeben. Wir verfahren nach dem paradoxen Motto: „Dabei sein ist alles, gewinnen ist mehr.“ (Has, shn)

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