Soziale Projekte

Benefizlauf für Sri Lanka

 

Unser Partner, die Berliner Sparkasse, unterstützte freundlicherweise unsere Aktion, die unserer Patenschule in Sri Lanka finanziell unter die Arme greifen will.

Wir stehen seit 2005 unserer Patenschule zur Seite.

Unsere aktuelle Aktion im Rahmen der 125-Jahr-Feier war ein Benefizlauf, bei der eine Gruppe von Lehrern, Schülern und Eltern am Freitag, d. 04.05.07, ab 11.00 Uhr fünf Filialen der Berliner Sparkasse im Wedding und Umgebung abliefen, insgesamt sind das etwa 10 km. Das Lessing-Gymnasium war Start und Ziel. Mehr Bilder findet man im online-Magazin BerlinerAkzente.

Unsere Partnerschule in Sri Lanka braucht das Geld für eine Suppenküche, Schuhe, Schulmaterialien, zur Reparatur des Schulgebäudes u.v.a.

Der Scheck, den uns die Berliner Sparkasse überreicht hat, belief sich auf 600 €! Vielen Dank! Zusätzlich wurden weitere 300 € von Besuchern und Schülern gespendet, so dass wir 900 € nach Sri Lanka überweisen können. Zur Zeit herrscht dort unglücklicherweise Überschwemmung und wir hoffen, dass das Gebäude keinen weiteren Schaden nimmt und das Geld gut angelegt werden kann. Denn Bildung für die Kinder heißt, so finden wir, eine Chance für die Zukunft dieses Landes!

Jana M. Wichert, Rosana Sikora (11.Kl.), G.Quittkat

 


Warum rennen die denn so?

 

Von Jana Marie Wichert und Alissa Cornelis

Landminen, Ruinen, willkürliche Kontrollen und eine erschreckend starke Militärpräsenz. Das alles kannte ich als typische Berlinerin nicht. Es war ein sehr eindrucksvoller, schockierender aber auch interessanter Urlaub, wenn man das überhaupt Urlaub nennen kann. Eigentlich war ja auch kein klassischer Urlaub zu erwarten, als ich mit meiner Familie im Sommer 2005 nach Sri Lanka reiste, weil mein Vater einerseits von dort stammt und andererseits mit Pax Christi Berlin an einigen Projekten im Norden Sri Lankas arbeitet.

Durch die Projektarbeit meines Vaters besuchten wir dort Schulen und Waisenhäuser im Norden, der vom Bürgerkrieg sehr stark zerstört ist.Ich fand es sehr beeindruckend, dass die Kinder sich über jede noch so kleine Selbstverständlichkeit freuen und die Hoffnung nicht verlieren, obwohl sie bereits so viele schlechte, für mich unvorstellbare Erfahrungen gemacht haben.

Zurück in Berlin hielt ich in der Klasse einen Vortrag über Sri Lanka und brachte meine persönlichen Erfahrungen mit ein. Sowohl die Klasse als auch unser Lehrer waren sehr betroffen und es kam sofort die Idee auf zu helfen! Natürlich stellte sich die Frage, wie wir möglichst und konkret helfen können. Die einfachste und schnellste Lösung stellte für uns der wöchentliche Kuchenverkauf an unserer Schule dar.

Mit der Hilfe meines Vaters konnten wir eine Schule aussuchen, die dringend Hilfe benötigt und mit der wir sowohl persönlichen als auch brieflichen Kontakt hatten, so dass wir sicher sein konnten, dass das Geld vollständig für die Kinder verwendet werden würde. Besonders schockierend fanden wir den Zustand des Schulgebäudes, das stark einsturzgefährdet war und trotzdem mangels Ausweichmöglichkeiten, noch genutzt wurde.

Nach dem Tsunami, von dem der Osten und auch der Norden Sri Lankas besonders stark betroffen war, bekam das Engagement unserer Gruppe noch mehr Auftrieb und das Interesse an unserem Projekt fand bei den Schülern eine noch breitere Unterstützung.

Ende 2005 konnten wir durch fleißige Kuchenesser 500 € überweisen. Von diesem Geld finanziert unsere Patenschule eine Suppenküche, da viele Schüler stark unter- oder mangelernährt waren und deshalb Kreislaufprobleme hatten; kaufte Schuhe und Schulmaterialien.

Von diesem Erfolg und der Dankbarkeit motiviert, organisierte die kurz zuvor gegründete Sri Lanka Projektgruppe, die inzwischen Schüler aus allen Klassen umfasste, einen Benefizabend. Das Engagement der Schüler und Lehrer, um diesen Abend im Mai 2006 auf die Beine zu stellen, war überwältigend. Durch unser spendables Publikum gelang es uns 1600 € einzunehmen.

Unsere Patenschule J/Ilavalai R.C.T. war zuvor eine Jungenschule, doch durch die erneuten Spenden war es möglich auch Mädchen zu unterrichten. Außerdem wurden eine Hausaufgabenbetreuung, sowie auch Computertraining oder Stickkurse am Nachmittag eingerichtet.

Die Schule ist sehr dankbar für die konstante und nötige Hilfe, was sie mit häufigen Briefen und Fotos äußert. Sie bauen ihre Pläne für die Zukunft zuversichtlich weiter aus, obwohl sie immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Zum Beispiel kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen, bei denen die Familien zurück in den Wald flüchten müssen, so dass die Schule zeitweise geschlossen werden muss. Von dieser Stärke und Resistenz beeindruckt und angetrieben sehen wir uns mit viel Freude gezwungen dieses erfolgreiche Projekt am Leben zu erhalten. Deshalb wollen wir zu der 125. Jahrfeier des Lessing-Gymnasiums am Freitag, den 4. Mai, einen Benefizlauf veranstalten. Da unsere Schule eine Partnerschaft mit der Sparkasse hat, war selbige so freundlich unseren Lauf zu sponsern. Geplant ist, die fünf Sparkassen-Filialen im Wedding abzulaufen. Für jede abgelaufene Filiale erhalten wir 50 €. Um die Aktion publik zu machen, ist angedacht einen Kuchenverkauf am Donnerstag vor dem Benefizlauf in der Filiale in der Müllerstraße auszurichten.

Wir freuen uns über jede Unterstützung und sehen dem Benefizlauf erwartungsvoll entgegen.

 


Sechs Lessing-Schülerinnen erhalten Preis für soziales Engagement

Täglich wird davon geredet, wie wichtig Integration ist. Wir von der „Sprachstube Deutsch“ wollen jedoch nicht nur darüber reden, sondern auch aktiv mitwirken. In der Sprachstube des Trägers Casablanca arbeiten engagierte, sozial motivierte Jugendliche. Derzeit gehören über 15 Jugendliche zu dem Team (6 davon sind Schülerinnen des Lessing-Gymnasiums!). Einige von uns arbeiten schon seit über einem Jahr mit an dem Projekt, manche sind erst neu dazugekommen.

Das Konzept ist ganz einfach: Jugendliche mit multikultureller Herkunft gehen regelmäßig in Familien, um Kinder nicht-deutscher Herkunftssprache im Kindergartenalter zu fördern. Diese Kinder leben im Wedding und werden spielerisch, musikalisch und sportlich in häuslicher Umgebung mit der deutschen Sprache vertraut gemacht. Dies ist besonders wichtig, da Sprache Austausch, Geborgenheit und Vertrauen bedeutet. Für die Familien ist das Ganze kostenlos und die Jugendlichen machen diese Förderung ehrenamtlich, wofür schon einige Preise verliehen wurden, wie z. B. der erste Platz des Heinz-Westphal-Preises. Am Valentinstag fand eine Präsentation statt, um Casablanca und die „Sprachstube Deutsch“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Besonders erfreut waren wir über das Kommen von Frau Zakfeld und Herrn Dirks von unserer Schule. Wir erhoffen uns eine Erweiterung des Projekts, um mehr Kinder für eine selbstbewusste und starke Gesellschaft fördern zu können.

Hilal-Aybike Arikoglu


Weihnachten im Schuhkarton

Auch wenn Weihnachten noch nicht unmittelbar vor der Tür steht: Die Päckchen für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“  müssen spätestens am 15.November abgegeben sein. Und so verwandelte sich das Klassenzimmer der 5a für zwei Stunden vor den Herbstferien in ein buntes Chaos aus Schuhkartons, Geschenkpapier, Aufklebern, Zahnpasta, Kuscheltieren, Süßigkeiten usw. usw. Ein Herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und vor allem an alle spendenfreudigen Eltern! Weitere Informationen zu dieser seit 14 Jahren stattfindenden Aktion findet man unter der Internetadresse www.geschenke-der-hoffnung.org .

K. Rießelmann, B. Danderski


Erst da wurde mir klar...

„Erst da wurde mir  klar, wie schrecklich es damals wirklich gewesen sein muss...“

Schüler/innen des Lessing-Gymnasiums auf Gedenkstättenfahrt

Vom 15. bis 20.09.2008 fand in Fortsetzung einer Tradition am „Lessing“ wieder eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau in Polen statt, an der 13 Schüler/innen in Begleitung von Herrn Gniewoß und Frau Daling teilnahmen. Wir hatten vor Ort in „Oswiecim“ volle, erfahrungsreiche Tage: die Besichtigung des „Stammlagers“ Auschwitz" mit vielen Ausstellungen, am Tag danach eine lange Führung durch das Vernichtungslager Birkenau mit seiner grünen, unendlichen Weite, der Eisenbahnrampe und den vielen Schornsteinen, den Überresten der Holzbaracken, und den von der SS am Ende gesprengten Vergasungsanlagen und Krematorien.

Ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Herrn Smolén, Akten studieren in der Bibliothek und ein Arbeitseinsatz, der aus Fensterputzen im Block 10 bestand, rundeten unser Programm ab. Bei vielen hinterließ der Gedenkakt, den wir am Mahnmal in Birkenau mit Rosen, einigen Texten und Schweigeminuten für uns abhielten, einen starken emotionalen Eindruck, der in den Texten des Reisetagebuches nachzulesen ist. Wieder einmal war die Internationale Jugendbegegnungsstätte, die etwa 15 min. Fußweg vom Lager entfernt liegt, ein idealer Ort für einen solchen Aufenthalt. Mario, unser österreichische Betreuer, provozierte unsere Auswertungsdiskussionen am Abend. An der Tischtennisplatte im Foyer kamen wir schnell in Kontakt mit anderen Gästegruppen aus Österreich und Meck-Pomm. Leider war die ganze Reise über kaltes, meist regnerisches Wetter, der Landschaft angemessen, das auch am letzten Tag in Krakau anhielt, konnte aber das freundliche, auch für die Lehrer sehr angenehme Miteinander unter den Teilnehmern nicht trüben. Wohlbehalten kamen wir am Samstagabend um 18 Uhr wieder am Berliner Hauptbahnhof an. Nur der starke polnische Zloty hat der Reisekasse in diversen „Kantor“ mit schwankenden Umtauschkursen ein kleines Defizit beschert. Aber es war diese Reise wert!

Andreas Gniewoß


Gründung eines Interact-Clubs am Lessing-Gymnasium

Interact heißt das Jugendclubprogramm von Rotary International für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren. Interact Clubs werden von Rotary Clubs als Patenclubs betreut und beraten, sind aber ansonsten selbständige Clubs, die die rotarische Idee "service above self" pflegen.Der Gedanke des Dienstes am Mitmenschen hat für Interact zentrale Bedeutung. Durch ihre Hilfsaktionen lernen Interacter, wie lohnend humanitäre Hilfe ist, daneben aber auch Führungsfähigkeiten und Verantwortung, Kompetenz und "Familiengeist" sowie den Sinn internationaler Verständigung.

Auf Vermittlung der ehemaligen Schulleiterin Frau Mächler ist der Rotary-Club Berlin Gendarmenmarkt mit dem Vorschlag an uns herangetreten, am Lessing-Gymnasium einen Interact-Club zu gründen. Am Donnerstag, 11.12.2008, 15.00 Uhr, wird Herr Szymanski vom Rotary-Club Berlin Gendarmenmarkt in einer Erstveranstaltung den Gedanken und die Zielsetzung des Interact-Clubs als dem jüngsten Mitglied der rotarischen Familie vortragen und dann daraus die Clubgründung entwickeln. Die Klassenlehrer der 10. und 11. Klassen und die Pädagogischen Koordinatoren werden Schülerinnen und Schüler auswählen, die besonders geeignet erscheinen, als Gründungsmitglieder dem Interact-Club Leben und Dynamik zu verleihen. Diese Schülerinnen und Schüler sollten ihr soziales und humanitäres Engagement bereits inner- oder außerschulisch bewiesen haben und ihre Auswahl als Lob und Chance verstehen.

M. Wüstenberg

 

 

 

 


Ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Herrn Smolén, Akten studieren in der Bibliothek und ein Arbeitseinsatz, der aus Fensterputzen im Block 10 bestand, rundeten unser Programm ab. Bei vielen hinterließ der Gedenkakt, den wir am Mahnmal in Birkenau mit Rosen, einigen Texten und Schweigeminuten für uns abhielten, einen starken emotionalen Eindruck, der in den Texten des Reisetagebuches nachzulesen ist. Wieder einmal war die Internationale Jugendbegegnungsstätte, die etwa 15 min. Fußweg vom Lager entfernt liegt, ein idealer Ort für einen solchen Aufenthalt. Mario, unser österreichische Betreuer, provozierte unsere Auswertungsdiskussionen am Abend. An der Tischtennisplatte im Foyer kamen wir schnell in Kontakt mit anderen Gästegruppen aus Österreich und Meck-Pomm. Leider war die ganze Reise über kaltes, meist regnerisches Wetter, der Landschaft angemessen, das auch am letzten Tag in Krakau anhielt, konnte aber das freundliche, auch für die Lehrer sehr angenehme Miteinander unter den Teilnehmern nicht trüben. Wohlbehalten kamen wir am Samstagabend um 18 Uhr wieder am Berliner Hauptbahnhof an. Nur der starke polnische Zloty hat der Reisekasse in diversen „Kantor“ mit schwankenden Umtauschkursen ein kleines Defizit beschert. Aber es war diese Reise wert!

Andreas Gniewoß